Das Wesen der orientalischen Katzen

 

 

 

Die orientalischen Katzen sind eigentlich in jeder Hinsicht extrem. Es gibt wohl kaum eine Rasse, die so anhänglich und gleichzeitig so temperamentvoll ist. Ein Orientale ist am liebsten die ganze Zeit um seinen Besitzer herum, folgt ihm auf Schritt und Tritt und sucht ständig nach Körperkontakt und Aufmerksamkeit.

 

Zudem sind Orientalen sehr soziale Tiere, die den Kontakt zu Artgenossen lieben. Hat man mehrere Orientalen, so kuscheln diese am liebsten eng zusammen, spielen ausgiebig und putzen sich gegenseitig. Dies ist auch ein Grund, weshalb man sie nicht als Einzelkatze halten sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Beste ist es wirklich, mindestens zwei Vertreter der orientalischen Rassen oder einen Orientalen mit einer anderen Katze ähnlichen Temperaments zusammen zu halten, diese können sich dann während der Abwesenheit des Besitzers zusammen beschäftigen und somit wird man auch dem sehr ausgeprägten Sozialverhalten der Orientalen gerecht.

 

Orientalen haben auch eine sehr eindringliche Stimme, die sie gern einsetzen um ihre Wünsche durchzusetzen, so dass es fast unmöglich ist, ihnen diese nicht zu erfüllen. Um ihren Willen durchzusetzen, können sie äußerst hartnäckig und damit vielleicht auch mal etwas anstrengend sein, doch mit ihrer unübertroffenen Anhänglichkeit, stets verbunden mit liebevollem Schrurren, machen sie das allemal wieder wett.

 

Ist man nicht bereit, sich täglich mit seinem Orientalen zu beschäftigen oder kommt eine Zweitkatze nicht in Frage, ist eine orientalische Katze vielleicht nicht der richtige Wegbegleiter und man sollte sich lieber nach einer anderen Rasse umsehen.

 

 

Die orientalischen Rassen

 

Zur Gruppe der orientalischen Katzen gehören die Siamesen, die Orientalisch Kurzhaar, die Balinesen und die Orientalisch Langhaar, außerdem noch die Siamesen mit Weiß (auch als Seychelloire bezeichnet) und die OKH als Bicolors (OKH mit Weiß). Der Standard aller orientalischen Katzen ist bis auf Fell und Augenfarbe identisch.


Hier nun eine Kurzvorstellung der Rassen:

 

 

 

Die Siam

 

Siamesen zählen zu den ältesten Rassekatzen überhaupt, sie stammen ursprünglich aus dem heutigen Thailand, wo man schon Hinweise aus dem 14. Jhd. über pointfarbene Katzen findet. Nach Europa gelangten sie im 19. Jdh. und dort begann man auch, die Siam gezielt zu züchten.

 

Siamesen werden in allen gängigen Point-Varianten gezüchtet, in tabby-point, tortie-point, als Foreign White und auch mit Weiß (Seychellois). Die wohl bekannteste Siam-Varietät ist die Siam seal-point.

 

 

 

 

 

Die Orientalisch Kurzhaar (OKH)

 

Die ersten OKH entstanden aus der Verpaarung von Siamesen mit Hauskatzen, das Resultat waren schlanke, braune Katzen, die ersten Havanas. Durch gezielte Zucht wurde das Farbspektrum schnell um schwarze, blaue und rote Katzen erweitert.

 

Heute wird die OKH in allen erdenklichen Farben gezüchtet, in allen Tabbyzeichnungen, als Torties, in Cinnamon, Fawn und mit Weiß (Bicolors). Alle Farben gibt es außerdem noch in Verbindung mit Silber und es werden auch silver-shaded Orietalen gezüchtet.

 

 

 

 

Der Balinese

 

Balinesen sind Siamesen mit seidigem halblangen Fell. Zur ihrer Entstehung gibt es verschiedene Vermutungen, zum einen, dass sie aus einer natürlichen Mutation der kurzhaarigen Siamesen hervorgingen und zum anderen, dass sie durch die Einkreuzung anderer langhaariger Katzen entstanden.

 

Gezielt gezüchtet werden die Balinesen seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts.

 

Die Balinesen haben die gleiche Farbenvielfalt wie ihre kurzhaarigen Verwandten, die Siamesen.

 

 

 

 

Die Orientalisch Langhaar (auch Javanese oder Mandarin)

 

Als Javanesen bezeichnet man die halblanghaarige Variante der OKH. Sie entstanden Anfang der 80er aus Kreuzungen zwischen Balinesen und Orientalisch Kurzhaar Katzen. Man erreichte das Ziel, eine einfarbige Balinesin zu züchten, somit recht schnell.

 

Die Farbpalette der Javanesen besitzt die gleiche Vielfalt wie die der Orientalisch Kurzhaar.